Was sind heute und morgen Anforderungen an gute Führung in Deutschland? Viele Unternehmen spüren heutzutage, dass sich das Außen dynamisch und oftmals unvorhersehbar verändert. Doch welche Veränderungen werden dadurch in Zukunft an Unternehmen im Innen, an ihre Führungskultur gestellt? Davon handelt der Beitrag Was „Führung im Wandel“ bedeutet. Lernen Sie heute den zweiten Teil der Kernaussagen (sechs bis zehn) der INQA*-Studie zu „Führung im Wandel“ kennen.

Kernaussagen zum Führungskultur-Wandel, Teil 2

  • Coaching von Führungskräften unterstützt: Wenn zukünftig statt hierarchisch im Netzwerk geführt wird, dann lassen sich eigene Vorstellungen nicht mehr per Anweisung durchsetzen. Es geht vielmehr um Lösungs- und Entscheidungsfindung auf Augenhöhe. Dazu müssen Führungskräfte wie Mitarbeiter mit sich und den Netzwerkkollegen reflektiert, einsichtig und einfühlend umgehen. Hier kommt Coaching als Entwicklungsbegleitung ins Spiel.
  • Motivation kommt durch Selbstbestimmung und Wertschätzung: Das Motivieren über materielle Anreize wird in Zukunft weiter abnehmen. Selbstbestimmtes Handeln und damit Eigenverantwortung und Freiräume sowie Wertschätzung sind die neuen Motivatoren.
  • Gesellschaftliche Themen rücken in den Fokus: Themen wie gesellschaftliche Solidarität und soziale Verantwortung gehören nach Meinung der Führungskräfte zukünftig stärker in Unternehmen integriert. Denn unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen sind Teil des äußeren Systems. Dem sollten sich Unternehmen stellen.
  • Wunsch nach Paradigmenwechsel in Führung ist da: Der „typisch deutsche“ Führungsstil wird weithin als antiquiert angesehen. Die Schere zwischen Führungspraxis und –anforderungen klafft immer stärker auseinander. Die Führungsrealität wird als realitätsfern und nicht adäquat wahrgenommen – vermutlich ebenso seitens der Mitarbeiter.
  • Führungskultur wird kontrovers diskutiert: Der Wandel in der Arbeitswelt und die aktuelle Führungspraxis in Deutschland passen laut einer Vielzahl der Interviewten nicht zusammen. Die Kriterien, die sie sich von „guter Führung“ wünschen (siehe Punkt 1. bis 9.), sehen sie nicht einmal zur Hälfte realisiert. Das führt zu der Annahme, dass deutsche Unternehmen verstärkt Gefahr laufen, den Anschluss zu verlieren, wenn sich daran nichts ändert.

Wie steht es um die Führungspraxis in Ihrem Unternehmen? Wie gehen Sie mit den dynamischen veränderten Rahmenbedingungen um? Und nicht zuletzt: was sind Ihre Wünsche, Hoffnungen an Führung? Kommen Sie mit mir ins Gespräch!

 

* Initiative Neue Qualität in der Arbeit des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (www.inqa.de)