Was sind heute und morgen Anforderungen an gute Führung in Deutschland? Dass sich das Außen schnell, dynamisch und oftmals unvorhersehbar verändert, spüren viele Unternehmen. Welche Veränderungen werden dadurch in Zukunft im Innen an sie und ihre Führungskultur gestellt?

Die Studie zum Thema „Führung im Wandel“

INQA* hat zu dieser Frage eine Studie mit Führungskräften durchgeführt. 400 Führungskräfte, vorwiegend aus der 1. bis 3. Führungsebene, aus großen und mittelständischen Firmen unterschiedlicher Branchen (58% Dienstleistung, 13% Handel, 20% Fertigung, 8% andere) wurden hierzu in Tiefeninterviews befragt. Im Fokus standen ihre Sichtweise zur Führungskultur, ihre Wertvorstellungen und ihre Meinung zu den zukünftigen Anforderungen an Führung. Heraus kam ein Stimmungsbild mit zehn Kernaussagen zu guter Führung. Die ersten fünf lesen Sie hier:

Kernaussagen zu „Führung im Wandel“, Teil 1

  • Flexibilität und Diversität sind weiter auf dem Vormarsch: Als ein wesentlicher Erfolgsfaktor von Unternehmen werden flexible Arbeitsmodelle gesehen. Gleichzeitig sollte die Unterschiedlichkeit in Unternehmen weiter gefördert werden. Beides setzt neue Potentiale frei.
  • Prozesskompetenz ist das wichtigste Entwicklungsziel: Die Dynamik der Märkte nimmt laufend zu und die Vorhersagbarkeit damit ab. Deshalb sind der professionelle Umgang mit ergebnisoffenen Prozessen und ein schrittweises Herantasten an neue Situationen sind essentiell. Prozesskompetenz unterstützt Unternehmen dabei, langfristig handlungsfähig zu sein.
  • Selbst organisierende Netzwerke sind das Zukunftsmodell: Das Arbeiten in Netzwerkstrukturen wird als erfolgversprechendes Organisationsmodell angesehen. So wird die Nutzung der kollektiven Intelligenz wird gefördert. Das setzt Impulse und Innovationskraft frei. Prozesse werden beschleunigt und gleichzeitig Komplexität abgebaut.
  • Hierarchisch steuerndes Management ist out: Komplexität und Dynamik lässt sich schlecht mit Hierarchie begegnen. Daher wird eine klassische Linienhierarchie abgelehnt. Sie sollte durch Netzwerkstrukturen abgelöst werden (siehe Punkt 3).
  • Kooperationsfähigkeit rückt ins Zentrum: Mit bloßer Profitmaximierung und Effizienzorientierung werden Unternehmen zukünftig nur selten erfolgreich sein. Die Leistungsfähigkeitsgrenze ist vielerorts erreicht. Stattdessen wird es darauf ankommen, dass Unternehmen ihre Kooperationsfähigkeit nach innen und außen ausbauen lernen.

Neurig auf mehr? Die weiteren Kernaussagen lesen Sie in Kürze hier!

 

 

* Initiative Neue Qualität in der Arbeit des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (www.inqa.de)