Online kann so Manches schieflaufen. Was ist für Moderierende DIE große Herausforderung in Online Meetings? Ich habe dazu eine kleine Umfrage gemacht. Hier das Stimmungsbild:

Nahezu die Hälfte der Moderator*innen von Online Meetings sagen, dass es am schwersten ist, Miteinander, ein WIR-Gefühl, zu schaffen  (46 %). Dicht gefolgt von der Technik, die es zu beherrschen gilt (38 %). Struktur schaffen und Haltung bewahren scheinen eher nachrangig mit jeweils 8 %.


WIR-Gefühl in Online Meetings ist machbar. Hier liest du, was du dafür tun kannst ⬇️:

 

Zeig dich, wie du bist 🪞

Am besten, wir fangen am besten gleich einmal bei uns selbst an. Wenn du als Moderator*in die folgenden drei Dinge beherzigst, bist du auf einem guten Weg:

📌 Zeig dich persönlich.

📌 Nutze deine Lachmuskeln.

📌 Sei fehlerfreundlich statt perfekt.


Was mich da so sicher macht?

Bei aller Technik und Perfektion dürfen wir eines nicht vergessen: Wir alle sind soziale Wesen. Menschen brauchen immer Menschen, echte Menschen. So entsteht Verbundenheit. Und sie ist die beste Grundlage für gemeinsames nachhaltiges Lernen, auch und gerade Online.

 

Verstehe, was schiefläuft 👁💭

Schauen wir mal auf die andere Seite, die Seite der Teilnehmenden.

Auch hier noch eine ganz schön alarmierende Zahl: 42 % der Mitarbeitenden fühlen sich in der Krise alleingelassen und stark belastet, obwohl mehr kommuniziert wird als zuvor.  (Studie des Instituts für Führung und Personalmanagement, Universität St. Gallen, Prof. Dr. Heike Bruch).

Bitte einmal Hand aus Herz: Weißt du als Geschäftsführerin, Personaler, Führungskraft oder Abteilungsleiterin eigentlich, wie es deinen Mitarbeitenden gerade wirklich geht?

Ich meine so wirklich in ihrem Inneren – abseits der fachlichen Themen, an denen sie gerade in ihren Homeoffices arbeiten und die du mit ihnen besprichst.

❓ Was läuft gut im Homeoffice?

❓ Was bereitet ihnen Sorge?

❓ Was brauchen sie, um sich nicht isoliert, sondern gesehen und gehört zu fühlen?

 

Schenke Zeit  und dein offenes Ohr ⏳👂🏻

Schaffe Bindung neu. Das ist ganz wichtig. Gerade jetzt. Der erste Schritt 👞 liegt bei dir:

Nimm dir die Zeit und ein Mikro 🎤 in die Hand und stelle Fragen. Zeige echtes Interesse. Lass dein Team spüren, dass es dir am Herzen liegt und dass du etwas dafür tust, den Teamzusammenhalt zu stärken.

Der Invest ist überschaubar: dein offenes Ohr, regelmäßig.

Der Output kann sich sehen lassen: Du legst den Grundstein für eine neue Qualität der Zusammenarbeit.

 

Knüpfe den Gesprächsfaden neu 🧶 

So mancher, der im Homeoffice arbeitet, spricht davon, dass der Gesprächsfaden innerhalb des Teams oder „nach oben“ droht abzureißen. Das möchte keiner von uns. Doch was tun?

DIE Patentlösung gibt es da sicher nicht. Ich mache immer wieder die Erfahrung, dass es wichtig ist, Gelegenheiten zu schaffen, wo sich Menschen in Ruhe und auf Augenhöhe austauschen können. Das geht ohne weiteres auch in Online Meetings.

Werft euch also innerhalb des Teams den Gesprächsfaden wieder zu – am besten kreuz und quer. Stellt euch ganz neu die Frage: „Was verbindet uns?“, „Wer sind wir?“, und „Wo wollen wir eigentlich hin?“.

So entsteht mit der Zeit ein neues belastbares Netz(werk), das euch gemeinsam besser durch diese Zeit trägt.

Wie wäre es zum Beispiel mal mit:

☕️ einer virtuellen Kaffee-Verabredung mit einer*m Kolleg*in

🌮 einem gemeinsamen virtuellen Mittagessen

👟 einem Pausen-Walk: gemeinsamer virtueller Austausch bei einem Gang „rund um den Block“

🔥 einem Meeting-Abschluss am virtuellen Kaminfeuer


„Geht nicht!“, sagst du. Was macht dich da so sicher? Ich finde, es kommt auf den Versuch an.

 

Nutze die Werkzeuge der Teilnehmenden 🛠

Jeder von uns hat Werkzeuge an der Hand. Damit meine ich persönliche Eigenschaften, die uns befähigen, uns in einer Gruppe von Menschen mit unseren Stärken einzubringen.

Der Werkzeugkasten deines Teams ist so reich und vielseitig bestückt wie seine Team-Mitglieder. Da gibt es die,

🔧 die für einen guten Rahmen sorgen

🔧 die Struktur geben

🔧 die auf die Zeit achten

🔧 die im Blick haben, dass jeder (auch die leisen Stimmen) gehört wird

🔧 die bei aller Ernsthaftigkeit für spaßige Momente, Auflockerung und gemeinsames Lachen sorgen

🔧 die zusehen, dass Aufgaben gut verteilt werden…

Genauso, wie wir uns in „echten“ Meetings mit unserem persönlichen Werkzeug einbringen können, geht das auch in Meetings, die auf Distanz stattfinden. Oftmals steht der Werkzeugkasten allerdings prall gefüllt in der Ecke, und wir nutzen ihn nicht.


Ich sage: Go for it! Sorge dafür, dass sich alle mit ihren Ressourcen einbringen. So lässt sich so mancher Schiefstand reparieren.


Und eure Meetings auf Distanz werden spaßiger, wohliger, zielführender, gemeinschaftlicher.

Ich denke, du siehst das auch so: Raus aus der Schieflage kommen wir nur gemeinsam!

Und gleichzeitig solltest du als Moderator*in den Anfang machen. Indem du dich persönlich zeigst, öffnest du die Türen für Miteinander. Wenn du dann noch aufrichtig und aktiv zuhörst, wirfst du den Gesprächsfaden in die Runde. Und: du weißt jetzt auch, was du tun kannst, um ihn kreisen zu lassen.

Und dann die gute Nachricht zum Schluss: Menschen lieben es, involviert zu werden. Jede*r von uns möchte etwas beitragen. Das ist in uns Menschen so angelegt.

Weshalb nutzt du das nicht auch bewusst in deiner nächsten Online Moderation?

Verteile die Aufgaben auf mehreren Schultern - dann werden deine Online Meetings leicht, persönlich… und ihr kommt gemeinsam raus aus der Schieflage!

 

Und was du darüber hinaus noch tun kannst, damit dein nächstes Online Meeting ein echter Erfolg wird, liest du hier.

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