Selbstwirksamkeit heißt Einfluss nehmen. Oder anders gesagt: Du kannst alles schaffen, was du dir vornimmst, wenn du Probleme als Herausforderungen annimmst.

Manchmal im Leben fĂŒhlen wir uns allerdings eher so, als könnten wir absolut gar nichts tun. Sicher kennst du das auch. Du fĂŒhlst dich dann macht- und einflusslos, wie in Ketten gelegt.


Mal Hand aufs Herz: und manchmal passt uns diese gefĂŒhlte Machtlosigkeit ganz gut ins Konzept, denn dann mĂŒssen wir ja nichts tun (weil wir der Meinung sind, wir können gar nichts tun – erst mĂŒssen die anderen sich ja bewegen).

Wenn du so denkst und handelst, dann spielst du die Rolle eines Opfers. Doch: die Entscheidung, ob du dich machtlos fĂŒhlst oder ob du selber wirksam wirst, die fĂ€llst du ganz allein!


Das Schöne ist, dass wir jeden Tag aufs Neue entscheiden können, ob wir selber wirksam sein möchten oder ob wir uns entscheiden, den Dingen machtlos gegenĂŒberzustehen. WofĂŒr entscheidest du dich?


Hier liest du, wie du deiner Selbstwirksamkeit eine Chance gibst und raus aus der Opfer-Rolle kommst. Und mit den folgenden 3+1 Tipps kommst du ganz einfach selbstwirksamer durch dein Leben.


Mein erster Tipp fĂŒr dich:

🔋 Kenne deinen Energie-Pegel.

Wir alle haben einen gewissen Umfang an Energie. Daraus bedienen wir uns tagtÀglich. UngefÀhr wie bei den Duracell-Hasen , falls du die noch kennst. In schwierigen Zeiten zapfen wir unsere Batterie ganz ordentlich an. Manchmal mehr als gut ist. Dass es solche Zeiten gibt, kann immer mal vorkommen.

Wichtig ist, dass du dir klar wirst, wie dein Energie-Pegel gerade ausschaut. Wenn du dann zu dem Schluss kommst “battery low”, ist das ok. Schlimm ist nur, wenn du dann weiter machst wie bisher. Denn dann bist du bald am Limit.

Daher: Verordne dir immer mal wieder den Batterie-Check, am besten regelmĂ€ĂŸig
 und passe dein TUN an deinen Energie-Haushalt an.

Wenn du Dinge tust, kannst du Dinge verÀndern. Das stimmt allemal. Selbstwirksamkeit fÀngt oft schon einen ganzen Schritt davor an. Und dazu gleich mein zweiter Tipp:


🔋 Denke gute Gedanken.

Ja, du hast ganz richtig gelesen! Ich bin tief und fest ĂŒberzeugt, dass unsere Selbstwirksamkeit schon dadurch zum Leben erweckt wird, dass wir die richtigen - guten - Gedanken denken.

Weshalb ich da so sicher bin? Alleine mit einem guten Gedanken verÀndert sich deine innere Haltung. Das lÀsst dich positiver nach vorne schauen. Und beides kommt bei deinen Mitmenschen an und zieht Kreise. Wie bei einem Stein, den du ins Wasser wirfst.

Ist das nicht klasse? Wenn du selbstwirksamer werden möchtest, musst du erst einmal nicht viel tun - außer, in deinem Kopf das Gute zu denken. Versuchs mal mit "Ich krieg das hin!" anstelle von "Klappt eh nicht.",

Hast du schon mal erlebt, wie sich allein dadurch eine Situation verĂ€ndert hat? Ja? Dann weißt du sicher, was ich meine.

Mein dritter Tipp ist selbsterklÀrend:


🔋 NEIN ist ein ganzer Satz.

Und damit ist auch schon alles gesagt. Achte immer darauf, dass du bei dir bleibst, wenn Menschen etwas von dir möchten. Mache nicht allen anderen alles recht und verliere dich dabei selber aus dem Blick. Denn dann ziehst du unnötig Saft aus deiner Batterie. Und du weißt ja, wohin das fĂŒhren kann


Also bleib bei dir, sag selbstwirksam NEIN. Und dann mach einen Punkt.

Denkst du manchmal, du kannst nichts tun? Dann ist es gut, dass du dir klar machst, dass du dennoch ĂŒber einige Dinge Kontrolle hast. Und damit bin ich auch schon bei meinem vierten Tipp:

 

🔋 Übernimm die Kontrolle.

Dabei hilft dir die Kontroll-Bilanz. Das ist eine prima Übung, die dir zeigt, wo du noch Potenzial fĂŒr mehr Selbstwirksamkeit hast.

Du brauchst dafĂŒr nur ein Blatt Papier und einen Stift 📝. Das ist alles. Zeichne dir eine Bilanz auf mit Soll und Haben, nur dass du die Bilanz-Seiten hier anders benennst: Kontrolle und keine Kontrolle.

Jetzt nimm dir ein konkretes Thema vor, das dich gerade stark beschĂ€ftigt. Und dann mach dir klar, in welchen Teilbereichen du nicht machtlos bist, weil du Kontrolle ausĂŒben und selber wirksam werden kannst und in welchen nicht.


Beispiel gefÀllig?

Stell dir vor, du gerÀtst mit einem Freund in Diskussionen um Corona immer wieder an einen Punkt, wo eure Ansichten weit auseinander gehen.

Keine Kontrolle hast du, wann dein Freund das Thema das nĂ€chste Mal auf die Tagesordnung setzt. Du hast allerdings Kontrolle darĂŒber, ob du in das Thema einsteigst. Vielleicht sagst du beim nĂ€chsten Mal: „Ich merke, dass mir unsere Diskussion nicht guttut. Lass uns ĂŒber etwas anderes sprechen.“


Eine Geschichte zum Nachdenken 🐘⛓

Der angekettete Elefant begleitet mich schon seit langem. Ich finde, diese Geschichte von Jorge Bucay passt wunderbar in das Thema Selbstwirksamkeit rein. Vor allem zeigt sie, was passiert, wenn wir eben gerade nicht selbstwirksam sind. Lies am besten selbst



Und was dann noch hilft
 đŸšȘ

Erst kĂŒrzlich bin ich mal wieder ĂŒber Viktor Frankls weisen Worte gestolpert:

„Zwischen Reiz und Reaktion liegt ein Raum.
In diesem Raum liegt unsere Macht zur Wahl unserer Reaktion.
In unserer Reaktion liegen unsere Entwicklung und unsere Freiheit.“

Nutzt du diesen Raum bereits? Falls nein, dann wird es Zeit! Geh nicht sofort vom Reiz in die Reaktion. Sondern werde dir klar ĂŒber den Raum, der dazwischen liegt. Das eröffnet dir neue Perspektiven. Das macht dir klar, dass du handeln kannst. Das zeigt dir, dass du das Zepter in der Hand hast. Und niemand anders.


Jetzt hast du 3+1 Möglichkeiten, um an deiner Selbstwirksamkeit zu arbeiten. Am besten fang gleich heute damit an! Befreie dich und bleibe nicht ein angeketteter Elefant. Und nutze den Raum, der zwischen Reiz und Reaktion liegt. Mit all dem wirst du selber wirksam.

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