Die themenzentrierte Interaktion (TZI) von Ruth Kohn hilft dir dabei, dein Team zu begleiten, weiterzuentwickeln und ein lebendiges Team-Umfeld zu schaffen. Die TZI löst mögliche Probleme im Team. Wenn du sie anwendest, gestaltet ihr gemeinsam neue Möglichkeiten, die realistisch, umweltbezogen und zukunftsorientiert sind. Und vor allem: die von den beteiligten Personen getragen werden.

Was es mit Dreieck und Kreis auf sich hat und weshalb das TZI-Dreieck rund ist, erfĂ€hrst du hier 👇 .

Nach der TZI findest du in Gruppen immer 3+1 Aspekte vor:

  • das ICH (die Persönlichkeit eines jeden)
  • das WIR (die Gruppe und ihre Dynamik)
  • das THEMA (die Sache, unser gemeinsames Anliegen)
  • plus den GLOBE (die soziale, ökologische und technologische Umwelt, die alle Personen ganz individuell beeinflusst)

Die ersten drei Aspekte bilden das TZI Dreieck. Und das wiederum ist vom Globe umgeben.

Die TZI-Formel ist denkbar einfach: Dreieck + Kreis. Beziehe immer beide Formen in deine Teamarbeit ein, und die Gleichung fĂŒr ein gutes Team-Umfeld und lebendiges Lernen geht auf.

Aber jetzt mal eins nach dem anderen


 

Mein Team-Hut, der hat 3 Ecken đŸ”ș

Wenn du mit deinem Team gemeinsam an einer Sache arbeitest, dann habt ihr immer verschiedene Dimensionen an Bord. Ob du willst oder nicht.

Es gibt immer das ICH, es gibt immer das WIR, und es gibt immer das THEMA. Alle drei Pole zusammen bilden das TZI-Dreieck.

Hiermit betrachtest du also immer die persönlichen, sachlichen und sozialen BedĂŒrfnisse aller Mitarbeitenden und deine eigenen. Und das völlig gleich gewichtet. Das meint im Einzelnen:

  • Das ICH sieht jede*n einzelne*n mit allem Potenzial. Gemeint ist alles, was die Person ist und kann, was sie einschrĂ€nkt oder hoffen lĂ€sst. Und beim ICH schaust du auch, wie stark sie gerade physisch, geistig und psychisch  belastbar ist.
  • Dahingegen schaut das WIR auf alle Beteiligten als Ganzes und die Beziehungslandschaft, das heißt die Interaktion und Dynamik untereinander.
  • WĂ€hrend das THEMA die Aufgaben, Anliegen und Ziele in den Fokus rĂŒckt.

 

 

Und dann ist da noch der Globe đŸŒ

Wie die Welt umspannt der Globe das TZI-Dreieck. Der Globe macht es bildlich gesprochen rund.

Was genau ist nun der Globe? Hinter ihm verbergen sich die natĂŒrliche, soziale und gesellschaftliche Umwelt jedes einzelnen. Damit sind die relevanten BedĂŒrfnisse gemeint, die die Umwelt an uns hat.

Das alles haben wir noch so im GepĂ€ck, wenn wir in Meetings zusammenkommen. Eine ganze Menge: In unserem persönlichen Rucksack sind neben privaten, familiĂ€ren Fragestellungen und Ängsten genauso auch politische Themen, die uns bewegen oder Umweltaspekte, die uns umtreiben.

Du merkst schon: Von
 bis
 kann alles dabei sein. Und es ist auch meist alles da.

Jetzt stell dir einmal die ganzen GLOBE Themen und Fragen aller Team-Miglieder bildlich vor, wie sie mit euch zusammen im Raum sind. Da wird es ganz schön dicht und die Luft dĂŒnn!

Wie jetzt damit umgehen? Es geht nicht darum, die Themen des Globe zu bewerten. Nein. Es geht darum anzuerkennen, dass diese Themen da sind.

 

 

Das ist dein Ziel: Dynamische Balance  đŸ

Ich denke, du hast es sicher schon selbst erlebt. Ansonsten kannst du es dir bestimmt vorstellen:  Das Ich-Wir-Themen-Dreieck in deinem Team kommt immer mal wieder ins Ungleichgewicht. Das ist völlig normal.

Dazu ein kleines Beispiel: Stell dir vor, in einer Gruppe gibt es ein Beziehungsproblem, das aufbricht. Ganz automatisch drÀngt es die Sacharbeit mehr und mehr in den Hintergrund. Bis sie diese irgendwann unmöglich macht.

Was ist da jetzt dein Ziel als FĂŒhrungskraft? Du hast die Aufgabe,  dein Team in eine sogenannte „dynamische Balance“ zurĂŒckzubringen.

Wie du das machst?

  • Zuerst einmal: Erkenne die Dysbalance.
  • Und dann: Stelle im laufenden Prozess immer wieder Fragen!

Was brauchen die einzelnen Personen (ICH-Ebene), damit sie als Gruppe (WIR-Ebene) arbeits- und lernfÀhig bleiben und die Sache voranbringen (THEMEN-Ebene) und dies schlussendlich in ihren Lern- und Arbeitswelten (GLOBE-Ebene) umzusetzen?

 

 

Diese wirksame Übung hilft dir dabei âš–

Mit dieser einfachen Positionierungs-Übung machst du gemeinsam mit deinem Team den Status Quo an Balance bzw. Dysbalance sichtbar. Und ihr kommt (wieder) ins GesprĂ€ch und zurĂŒck ins Gleichgewicht.

Und so geht’s:

(1) Visualisiere du das TZI-Dreieck und den Globe, zum Beispiel auf einem Flipchart oder – solltest du virtuell arbeiten – auf einem Whiteboard.

(2) Nun leitest du als Ankommensrunde im nÀchsten Team-Meeting das Konzept kurz her und erklÀrst es deinem Team.

(3) Und dann startet ihr reihum mit den folgenden beiden Fragen:
❓ Auf welchem Pol des Dreiecks liegt gerade dein Fokus und warum?
❓ Wie bezeichnest du deine Großwetterlage?

Wenn ihr euch im „real life“ seht, lass deine Teilnehmenden gerne einen Klebepunkt auf den Pol kleben, wo er*sie sich verortet. Virtuell ist das genauso möglich. Nutze dafĂŒr die Stempel-Funktion seines Whiteboards.

So bekommt ihr ein echtes Stimmungsbild.

Damit könnt ihr dann wunderbar weiterarbeiten: zuerst einmal faktisch analysieren und dann Hypothesen bilden usw. Und dann erkennt ihr möglicherweise Felder, wo ihr handeln solltet. So werden dann Möglichkeiten fĂŒr eine neue Balance sichtbar. Und ihr könnt euch gemeinsam darauf einigen, wo genau ihr ansetzen möchtet!

Jetzt weißt du, dass die themenzentrierte Interaktion (TZI) dir und deinem Team aus Sackgassen helfen kann. Sie schafft VerstĂ€ndnis fĂŒreinander und fĂŒr die aktuelle Situation im Team. Und sie kann dich und dein Team unterstĂŒtzen, aus der Starre zurĂŒck ins Tun zu kommen.

Und hier nochmal die Gleichung der TZI:

Dreieck + Globe = Dynamische Balance

Denke ab jetzt immer an die 3+1 Dimensionen. Schaut sie euch alle an. Das hilft dabei, das Team besser zu verstehen und zu erkennen, woran jede*r einzelne gerade „knabbert“.

Und damit ermöglichst du dir und deinem Team Dreierlei:

  • soziales Lernen
  • persönliche Entwicklung
  • Fortschritte im Thema

Lohnt sich, oder? Probier es aus und teile mir gerne deine Erfahrungen mit.

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