Max Frisch hat einmal gesagt: „Krise ist ein produktiver Zustand. Man muss ihr nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen.“ Was dir dabei hilft, ist eine gute Portion Akzeptanz.

Stell dir vor, da taucht plötzlich eine Herausforderung in deinem Leben auf, auf die du keinen Einfluss hast. Und du fragst dich: „Weshalb passiert das gerade jetzt und weshalb gerade mir?“

Diese Fragen, auf die es meist keine zufriedenstellende Antwort gibt, kosten dich viel Energie, sind wenig produktiv – und vor allem: sie bringen dich nicht weiter. Akzeptanz hingegen hilft dir, wie die folgende Geschichte zeigt…

 

 

Eine Geschichte aus dem Leben zeigt, worauf es wirklich ankommt:

Eine Kollegin erzählte mir einmal von einem tragischen Ereignis in ihrem Leben: Sie lebte mit ihrer Familie und ihren Schwiegereltern gemeinsam in einem Haus. Dieses Haus brannte ab. Zum Glück ist niemand zu Schaden gekommen. Und dennoch: sie alle standen vor dem Nichts. Meine Kollegin erzählte mir, dass sie gemeinsam mit ihrem Mann und ihren Kindern schnell die Dinge angepackt hat: Versicherung anschreiben, das Rechtliche regeln, das Netzwerk um Hilfe bitten. Und so kamen sie relativ schnell gut über den Berg. Der Verlust blieb groß. Doch heute leben sie zufrieden in ihrem neuen Haus.

Ganz anders bei ihren Schwiegereltern. „Meine Schwiegermutter hat nie gelernt zu akzeptieren. Noch heute hadert sie damit, dass das Haus abgebrannt ist. Sie hat nie ganz damit abgeschlossen und ist dadurch noch heute verbittert. Es gab nie einen echten Schlussstrich. Das Thema ist immer noch da.“ erzählt mir meine Kollegin.

Ein und dieselbe Herausforderung, und doch gehen zwei Menschen völlig unterschiedlich damit um. Hier geht es um unsere innere Haltung und um Akzeptanz: ja oder nein?

 

 

Akzeptanz hilft dir:
von A bis Z lohnenswert für deinen Umgang mit schwierigen Situationen

Akzeptanz bedeutet, Unveränderbares anzunehmen, wie es ist. Mit Akzeptanz machen wir den einen ersten entscheidenden Schritt: wir bewegen uns heraus aus dem Vergangenen, das wir nicht ändern können. Und wir gehen hinein in das, was vor uns liegt.

Durch Akzeptanz richten wir uns neu aus. Sie macht uns flexibel. Wohl wissend um die Situation lenken wir den Blick bewusst nach vorn und suchen nach Lösungen.

Akzeptanz bedeutet abzuwägen: Was liegt in meiner Hand? Und was eben auch nicht? Letzteres nehme ich an, so wie es ist, anstatt mich daran aufzureiben. Und ich suche meinen Umgang damit und richte mich neu aus.

 

 

Resignation war gestern – Akzeptanz ist heute

Es ist also weniger entscheidend, was dir wirklich widerfährt.  Viel wichtiger ist, wie du darauf reagierst und wie du darüber hinwegkommst.

Stell dir vor, du blickst mit einem Fernglas auf dein Leben. Worauf fokussierst du? Auf die Steine, die da urplötzlich auf deinem Weg liegen? Oder darauf, wie der Weg weitergehen kann? Im Klartext: Ist dein Fokus Vergangenes, Unveränderbares oder Zukünftiges, Mögliches?

Achte gut darauf, worauf du dich mit deinen Gedanken und deinem Tun fixierst. Denn das macht einen (vielleicht sogar DEN) entscheidenden Unterschied in deinem Leben!

 

 

Komm raus aus deinem „Stuck“ – geh rein in deine Ressourcen

Vielleicht denkst du jetzt: alles schön und gut. Doch wie nur soll ich mich in eine akzeptierende Haltung bringen? Das NLP (neurolinguistisches Programmieren) hat die Antwort für dich. Es unterscheidet drei Zustände (States):

  1. Stuck State oder Problemzustand
    Oftmals verharren wir bei schweren Ereignissen im Stuck State. Wir stecken förmlich fest und fühlen uns starr und ohne Handlungsmöglichkeiten.
  2. Separator State oder Zustand der Musterunterbrechung
    Was wir dann brauchen: einen neuen Fokus, eine Musterunterbrechung. Wie das geht? Begib dich zum Beispiel an einen anderen Platz (Ortswechsel hilft) oder mache 10 Hampelmänner (körperliche Bewegung bringt Dinge wieder in Fluss).
  3. Ressource State oder Zustand voller Energie.
    Das ist der Ziel-Zustand. Da willst du hin. In ihm steckt die Kraft, um gut mit Krisen umzugehen. Gehe gedanklich zurück zu einem Moment in deinem Leben, wo für dich alles gepasst hat und du richtig gut gelaunt warst.
  • Nimm diesen Moment mit allen Sinnen wahr: Wo bist du? Was siehst du? Wie fühlst du dich?
  • Womit verbindest du diesen Moment (ggf. Musik, Gegenstand, Duft…)
  • Wie geht es dir in diesem Zustand? Wie fühlst du dich?

 

Du kannst deinen inneren Zustand verändern, und zwar weil du die WAHL hast, in welchem Zustand du sich befinden willst. 1, 2 oder 3: wofür entscheidest du dich?

 

 

Und hier noch drei Akzeptanz-Tipps, die du leicht in deinen Alltag einbauen kannst:

Egal, wie vertrackt die Situation auch sein mag, Akzeptanz hilft dir. Und diese drei ganz einfachen Tricks, die ich dir an die Hand geben möchte:

  1. Hebe deine Mundwinkel an und lächle. Das ist eine Übung, die von Kopf bis Fuß erfrischt (Else Pannek).
  2. Richte deinen Blick ganz konsequent immer wieder auf das Gute und vertraue auf deine Erfahrung: Was genau hat dir bei vergangenen Übergängen geholfen, dich einzulassen? Welche Stärke hast du genutzt? Sei stolz auf das, was du bereits geschafft hast.
  3. Hab Geduld. Es sind noch keine Meister vom Himmel gefallen! Bleib dran – auch, wenn es mal so aussieht, als ginge nichts voran. Und akzeptiere, dass es gerade so ist.

 

Du weißt ja jetzt, wie das geht mit der Akzeptanz!

Und wenn du noch Fragen hast, dann sprich mich gerne an!

 

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Ich bin Heike Löwensen von Wandelpfade. Ich unterstütze Führungskräfte dabei, Wandel-JA-Sager zu werden, damit sie gemeinsam mit Ihrem Team Schritt für Schritt leicht und erfolgreich durch den Wandel gehen. www.wandelpfade.de